Online-PR – Charakterfrage und Schnittstellendiskussion …
Jeder in der NewMedia-Welt hat davon gehört, fast jeder hat dazu eine eigene Meinung – aber: die wenigsten haben eine klare Mehrwertdefinition – ich spreche vom Thema der Online-PR – eingebunden in eine unüberschaubare Mischung verschiedener Disziplinen der modernen Kommunikations-Strategien.
Eines vorweg: es handelt sich zu einem großen Teil um eine Mentalitäts- und Charakterfrage, ob man sich auf das zeitraubende, unsichere und überraschende Spiel mit den Medien einlässt. Der Purist und Pragmatiker fragt sofort nach dem Nutzen, der Datenschützer nach der Sicherheit, der Freak nach dem Skript und der Unternehmer nach den Kosten – jeder hat einen eigenen Ansatz im Kopf, der ihm helfen soll, seine Ideen, Dienstleistungen und Produkte an den Mann zu bringen. Falls er überhaupt einen konkreten Nutzen damit verbindet und nicht nur einfach spielen will ..…
Daraus wird bereits ersichtlich, dass es sich vor allem um eine essentielle Schnittstellendiskussion handelt, wir werden wohl unter den Akteuren in der Online-PR kaum ein gleiches Profil und eine gleiche Vorstellung finden, die exakt den selben Ansatz verfolgt. Daraus erwachsen im täglichen Umgang allerdings auch Vorsicht in der Diskussion, tendenzielle Unsicherheit in Fachfragen und ein großes Durcheinander in der Sicht der Disziplinen. Denn eines ist offensichtlich: Möglichkeiten gibt es in diesem Bereich mehr als genug.
Wer regelmäßig xingt, twittert, facebookt und seinen eigenen Beiträge in den Social Networks verlinkt, wird feststellen, dass der Tag mit 24 Stunden viel zu kurz angelegt ist. Um für die Außenwelt eine Nachricht mit hohem Informationswert bereit zu stellen, genügt es heute nicht mehr einen Text zu schreiben – die Distribution der Nachricht wird zur eigentlichen Kunst. Und genau an diesem Punkt scheiden sich der Amateur und der Profi in zwei Lager: Ist Journalismus ohne Zeitung möglich? Und ist es überhaupt sinnvoll? Dazu Googles Vice President Marissa Mayer im Januar 2009: “Die atomare Konsumeinheit verändert sich durch die neuen Medien, früher war es ein Album, jetzt ist es, dank iTunes, ein Song. Früher war es eine ganze Zeitung, heute ist es ein einzelner Artikel.” Mercedes Bunz, Chefredakteurin von Tagesspiegel Online plädierte im November 2008 für eine neue “Poesie der Neugier”: “Das ängstliche Klammern an lieb gewonnene Strukturen, das den Journalismus derzeit prägt, kann angesichts der ernsten Probleme keine Antwort sein.”
Lassen Sie uns alle gemeinsam mehr experimentieren, mehr einbringen in die Diskussion, denn wir sind eindeutig in einer Veränderungsphase, die verunsichert, verängstigt, belustigt, unterhält und: zusammenbringen kann …..
Interessante Gruppe in XING zum Thema: https://www.xing.com/net/onlinepr
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